Der Bedarf nach Integration von Bildverarbeitung in kundenspezifisch entwickelte Geräte ist – branchenunabhängig – hoch.
Mit dem phyCAM – Konzept bietet PHYTEC Mainz hierfür bereits ein flexibles Baukastensystem, bei dem verschiedene Rechenkerne mit einer ganzen Reihe von digitalen Kameraköpfen untereinander kombiniert werden können.
Eine einheitliche Schnittstelle zwischen Kamerakopf und Rechnerboard ist der Schlüssel dazu. Hinter dem Begriff phyCAM-P verbirgt sich dabei eine parallele Daten- und Steuersignalschnittstelle, die über ein 33poliges FFC-Kabel realisiert ist. Die Leitungslänge zwischen Kamera und Rechnerplatine kann bis zu 30 cm lang sein.
Die neue phyCAM-S – Kameraschnittstelle bringt buchstäblich Flexibilität ins Rennen. Die Datenübertragung erfolgt hier über ein LVDS-Interface. Ein direkter Vorteil der differentiell-seriellen Übertragung: Sie erlaubt deutlich größere Entfernungen von bis zu 6 Metern zwischen Kamerakopf und Rechnerboard.
Inklusive Spannungsversorgung und Steuersignalen benötigt phyCAM-S nur 8 Adern.
Dem Geräteentwickler eröffnet diese Kameraschnittstelle neue Freiheiten. Innerhalb des Geräts können Kameras noch flexibler angeordnet werden. Das Kabel zwischen Kamera und CPU-Board ist beweglicher, der Entwickler braucht nicht mehr die Leitungslänge im Auge behalten.
Weiterhin ist es jetzt möglich, den Kamerakopf vom Hauptgerät zu trennen. Dies ist beispielsweise bei medizinischen Geräten oft erforderlich. Die Verbindung kann dabei einfach über ein CAT-5e – Ethernetkabel erfolgen.
Passend dazu bietet PHYTEC die Microcontrollerboards der phyCARD – Familie an.
Alle Boards sind mit dem passenden LVDS-Kamerainterface ausgestattet. So hat der Entwickler nicht nur voll skalierbare Rechenleistung, sondern auch Designsicherheit, denn die phyCARD-Serie wächst mit zukünftig verfügbaren Microcontrollern mit, ohne Kompatibilität zu verlieren.
Für die Kameramodule und Microcontrollerboards mit phyCAM-S- oder phyCAM-P-Interface sind preiswerte Entwicklungskits verfügbar, die eine einfache Inbetriebnahme und den schnellen Einstieg in die Produktentwicklung ermöglichen.