Ingenieure sind neugierige Menschen. Redakteure sind auch neugierige Menschen. Wenn ein Ingenieur zum Redakteur wird, dann ist die Neugier schon mehr als eine Berufskrankheit. Wenn dann noch ein sehr bemerkenswertes technisches Konzept in unmittelbare Reichweite kommt, ist die Verlockung gigantisch. Ich gestehe: Als ich vom Quickstart-Kit »phyCore-MPC5200B« von Phytec erfuhr – einer Kombination aus MPC5200 und einem FPGA in einem Komplettpaket, das sich innerhalb einer Stunde in Betrieb nehmen lassen soll, übermannte mich der berühmte Gedanke: »Haben will!« Neben dieser impulsiven Begehrlichkeit nagte schon seit geraumer Zeit das Interesse an der Programmierung eines FPGAs mittels VHDL. Mal abgesehen von einer recht kurzweiligen Erfahrung in der Programmierung eines »AGA«-Bausteins während des Studiums, lag der Entwicklerschwerpunkt bei mir auf der Hardware-nahen Programmierung – heterogene Mehrprozessorsysteme machten dabei besonders Spaß. Bei den Programmiersprachen lag der Schwerpunkt auf C – Assembler und Objektorientierte Sprachen wurden aber auch nicht gescheut. Als Softworker tendiert man als erstes dazu, jedes Problem in einen Algorithmus und dann in den Prozessor zu packen; ist die Hardware dabei überfordert, denkt man zuerst an mehr Prozessortakt und Speicher – eine Unsitte aus der allgemeinen IT. Aber nicht jedes Embedded-Projekt kann sich diesen Luxus leisten: Entweder erlaubt das Power-/Wärme-Budget keine Aufrüstung, oder der Einsatztemperaturbereich schränkt die Auswahl der Bausteine drastisch ein. An die Problematik der Abkündigung von Bauteilen und damit dem »Sterben« von Schnittstellen bzw. der Neuprogrammierung der Ersatzbausteine denkt man eigentlich nicht ....
Durch die freundliche Genehmigung der Markt & Technik lesen Sie im folgenden PDF-Artikel den kompletten Erfahrungsbericht von Manne Kreuzer.