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Phytec erweitert austauschbare phyFLEX SoM-Familie und zeigt Lösungen für mehr Resilienz und Cybersecurity

  • phyFLEX System on Modules mit NXP i.MX 952, i.MX 937, STMicroelectronics STM32MP2, Synaptics SL261x und Texas Instruments AM62P
  • phyVIP Vision Integrationsplattform spart 70 Prozent Entwicklungsaufwand
  • Embedded Hardware mit Ubuntu Pro Betriebssystem

Mainz, 25. Februar 2026

De-Risk Your Development“ – unter diesem Motto präsentiert Phytec auf der embedded world neue Produkte und Leistungen, die Risiken in Software, Hardware und Produktentwicklung minimieren. Dazu gehören die austauschbaren phyFLEX System on Modules (SoMs), die erstmals mit den neuen Prozessoren i.MX 952 und i.MX 937 von NXP, STMicroelectronics STM32MP2, Synaptics SL261x und AM62P von Texas Instruments vorgestellt werden. 
Speziell für Vision-Anwendungen zeigt Phytec das phyVIP, eine Integrationsplattform auf Basis des phyFLEX-Modulstandards. Sie ist zu Beginn mit den Prozessoren i.MX 8M Plus und i.MX 95 von NXP sowie mit optionalen KI-Beschleunigern erhältlich. Die Plattform reduziert den Entwicklungsaufwand für Vision-Anwendungen um bis zu 70 Prozent.
Premiere haben außerdem System on Modules und OEM-Lösungen mit Ubuntu Pro for Devices als Betriebssystem. Das paketbasierte OS bietet integrierte Security-Patches und richtet sich an Kunden, die langfristige Wartbarkeit und Security-by-Design umsetzen möchten.
Mit Blick auf die Anforderungen des Cyber Resilience Acts erweitert Phytec sein Portfolio zudem um skalierbare Security Services sowie ein neues Update- und Device-Management.

Austauschbare SoMs schaffen Skalierbarkeit und Resilienz

Die neuen austauschbaren phyFLEX-Lötmodule erweitern die Skalierbarkeit der Serie von Low-Cost bis High-Performance. Sie ermöglichen Resilienz bei Bauteil-Knappheit, Upgrades im Lebenszyklus und Produktserien mit unterschiedlicher Leistung und Ausstattung. Das phyFLEX-i.MX 952 FPSC ist eine Bestückungsvariante des i.MX 95 von NXP, mit vier statt sechs ARM Cortex-A55-Cores und kleinerer GPU- und NPU-Ausstattung. Es ermöglicht eine abgestufte Rechenleistung für kostengünstigere Produktvarianten, ohne Änderungen am Carrier-Board. Beide Prozessoren verfügen über das gleiche Sicherheitskonzept, einen integrierten ISP sowie ARM Cortex-M7/-M33-Cores für Echtzeitsteuerungen.

 

Optimale Performance trotz Speicherkrise

Mit dem phyFLEX-i.MX 93 FPSC setzt Phytec auf eine Architektur mit Quad-Core ARM Cortex-A55 und einem ARM Cortex-M33 Core für Echtzeitaufgaben sowie mit LPDDR5-Speicher. Dieser Speichertyp ist derzeit kostengünstig und breit verfügbar, liefert eine hohe Bandbreite von bis zu 5,8 GByte/s und eine hohe Energieeffizienz. Das Modul zeigt, wie die austauschbaren phyFLEX-System on Modules mit FPSC-Footprint Resilienz und Alternativen bei Bauteil-Knappheit oder unerwarteten Abkündigungen bieten.

Für Anwendungen mit hohen Grafikanforderungen ergänzt Phytec die Lötmodul-Serie mit FPSC-Footprint um das phyFLEX-AM62P. Sein Prozessor von Texas Instruments ist mit bis zu vier ARM Cortex A53-Kernen und einer GPU mit einer Leistung von bis zu 50 GFLOPS ausgestattet. Damit sind auch anspruchsvolle Grafikanwendungen möglich. Eine Demo am Stand von PHYTEC sowie am Stand von Texas Instruments (3A-131) vergleicht die Grafikleistung von AM62P und AM62L und zeigt die Skalierbarkeit der Prozessoren von TI und der phyFLEX-Module.

 

Kostengünstige SoMs für Edge AI und Mobile Anwendungen

Das phyFLEX-STM32MP2x FPSC SoM integriert die STM32MP2-Serie, die zweite Prozessoren-Generation von STMicroelectronics, in ein kostengünstiges und kompaktes Lötmodul mit FPSC-Technologie. Mit seiner hohen Rechenleistung, High-End-Schnittstellen und Security-Features eignet es sich ideal für zahlreiche industrielle Anwendungen, Edge-AI und mobile Geräte. Das phyFLEX-STM32MP2x SoM ist in verschiedenen Ausbaustufen mit Single-Core- oder Dual-Core-Prozessor und mit oder ohne GPU konfigurierbar.

Erstmals ergänzt Phytec mit dem phyFLEX-SL261x seine Lötmodul-Serie um einen Prozessor des Herstellers Synaptics. Er zeichnet sich durch ein günstiges Preis-Leistungsverhältnis, skalierbare Rechenleistung inklusive AI-Einheiten und eine geringe Energieaufnahme aus und ist damit ideal für vielfältige IoT-Geräte geeignet.

 

SoMs mit Ubuntu Pro und Leistungen rund um Security und Cyber-Resilience

Einen Schwerpunkt am Phytec-Stand bilden die Themen Software, Security und Cyber-Resilience. Hier zeigt das Mainzer Unternehmen System on Modules und OEM-Produkte mit Ubuntu Pro als alternativem Betriebssystem. Kunden können darauf aufbauend die Leistungen von Ubuntu Pro for Devices nutzen – einschließlich langfristiger Security-Patches, erweiterten Wartungsoptionen und professionellem Support. Durch die einfache Installation über den Paketmanager sowie standardisierte Update-Mechanismen ermöglicht Ubuntu einen schnellen Entwicklungseinstieg und verkürzt die Time-to-Market.

Umfassende Services rund um Security, Cyber-Resilience, CRA-Compliance sowie Update und Device Management ergänzen das Angebot von Phytec.

 

OEM-Lösungen und Integrationsplattformen – von IoT und Vision bis EV-Charging

Schneller und mit weniger Risiko zum Serienprodukt: Dafür zeigt Phytec skalierbare OEM-Gateways inklusive Software, basierend auf umfangreichen Vorleistungen und der 40-jährigen Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Embedded-Elektroniken. Neu sind auch die Embedded-Vision-Plattform phyVIP, die alle Bausteine für das Imaging inklusive AI-Bildverarbeitung auf einem Modul integriert und damit den Entwicklungsaufwand für Vision-Projekte um bis zu 70 Prozent reduziert, sowie Lösungen für EV-Ladeelektroniken in Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen chargebyte.

Phytec entwickelt und produziert am Standort in Mainz System on Modules, Prozessorboards und Komplettsysteme für den Serieneinsatz in zahlreichen Anwendungen und Industrien. Ergänzend bietet das Unternehmen umfassende Dienstleistungen – von der Entwicklung individueller Hardware und Software nach Kundenwunsch über die Fertigung und Montage von Baugruppen und Komplettgeräten bis hin zu Services für Security, Update und Device Management.

Über PHYTEC

Die PHYTEC Messtechnik GmbH, das größte Unternehmen innerhalb der PHYTEC Technologie Holding AG, entwickelt und produziert am Standort Mainz Embedded Komponenten für den globalen Einsatz in industriellen Serienprodukten. Das Leistungsspektrum umfasst System on Modules, Single Board Computer, kundenspezifische Elektroniken und OEM-Komplettlösungen inklusive Software, Gehäusedesign und Komplettmontage. Entwicklungen und Angebote für Embedded Vision und Lösungen rund um Themen wie Security, Update- und Devicemanagement, Lifecyclemanagement und Cloud-Integration sind ebenfalls Teil des PHYTEC Portfolios.

Seit mehr als 35 Jahren bewähren sich PHYTEC Embedded Systeme und Lösungen unter anspruchsvollsten Bedingungen, unter anderem in der Medizintechnik, Verkehr und Transport, Energiewirtschaft, Avionik, Gebäudeautomation, Antriebstechnik, Agrartechnik und Automobilbranche. Das Familienunternehmen beschäftigt rund 390 Mitarbeiter in 5 Niederlassungen weltweit.